Zur Startseite zur?ck


Sprungnavigation

Von hier aus k?nnen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Zum Inhalt der Seite | zur Hauptnavigaton | zur Subnavigation | Toolbar/Disclaimer | Den Inhalt der Website durchsuchen | Zur Fusszeile | Zum Seitenanfang

Hinweise zur Sprungnavigation


?ber folgende Tastenkominationen im gelangen Sie zu den Hauptrubriken oder haben folgende Optionen:
Liste mit den Tastaturk?rzeln

Willkommen auf der Website der Gemeinde Kaiserstuhl



Suche 
 


Inhalt der Seite

nächstes Ereignis

Geschichte der Gemeinde Fisibach

 

Auf dem Gemeindegebiet konnten Siedlungsspuren, die bis in die Bronzezeit (2000 bis 800 vor Christus) zurückreichen, festgestellt werden. Aus der Römerzeit wurde eine Warte, welche zur Überwachung der Grenzen diente, festgestellt. 1050 hiess das Dorf «Fusibach» und 1254 «Viusibach». Aus dem Mittelalter stammen die Wehranlagen «Sommerhalde» und die seit 1821 ebenfalls zu Fisibach gehörende Burg Schwarzwasserstelz. Sie war auf einem Felsen im Rhein gebaut.

Die Burg war Eigentum der Freiherren von Wasserstelz bis 1330. Nach 1415 gelangte die Burg an die Herren von Tengen, welche sie dem Bischof von Konstanz verkauften. Der Besitz ging darauf an die bischöflichen Vögte zu Kaiserstuhl. Die adelige Schaffhauser Familie Heggenzi oder Heggenzer besass die Burg bis 1587. 1831 kam die Weisswasserstelz, zu diesem Zeitpunkt auch Schloss genannt, in den Besitz von Georg Siebenmann aus Aarau. Später blieb sie unbewohnt, geriet in Zerfall und wurde 1875 an die Rheintalbahn auf Abbruch verkauft. Südlich des Dorfes lag die Burg Waldhausen. Die Edlen von Waldhausen, die im 11. und 12. Jahrhundert eine Rolle spielten, stifteten 1113 die Propstei Wislikofen. 1471 ist nur noch vom «Burgstall», also von der Ruine die Rede, und heute ist auch diese verschwunden. Die Bevölkerung war früher hauptsächlich in der Landwirtschaft tätig. Zwei Getreidemühlen und eine Ölpresse verarbeiteten die landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Für den Kraftantrieb dieser Maschinen wurde der Fisibach benutzt.

Im Jahre 1945 waren es immer noch 36 Familien, welche zum grössten Teil ihren Verdienst aus der Landwirtschaft zogen. Die Güterregulierung, welche in den Jahren 1962 bis 1977 durchgeführt wurde, hat den 18 verbliebenen Landwirtschaftsbetrieben gute Voraussetzungen für die Bewirtschaftung der Felder geschaffen. Die Gründung der Ziegelhütte in Fisibach geht auf den Beginn des 19. Jahrhunderts zurück. Die Herstellung von Tondachziegeln und Backsteinen wurde als Ergänzung zum Landwirtschaftsbetrieb aufgenommen. Ausschlaggebend für die Standortwahl im unteren Bachsertal waren die Lehmvorkommen in der näheren Umgebung, der Wald als Brennstofflieferant sowie die wachsenden Dörfer und Siedlungen in der Nachbarschaft als Abnehmer der gebrannten Tonprodukte. Der Betrieb beschränkte sich auf die warme Jahreszeit. Der Lehm wurde von Hand gestochen, in Ziegel oder Mauersteine geformt und nach ausreichender Lufttrocknung im Holzofen gebrannt. Wegen Frost und ungenügender Trocknung musste das Formen von Tonrohlingen im Winter eingestellt werden.

Dem kleinen Familienbetrieb gelang es, mit der in der zweiten Jahrhunderthälfte einsetzenden Mechanisierung Schritt zu halten. Um 1930 konnte die erste mechanische Produktionsanlage in Betrieb genommen werden, welche 1937 durch einen Grossbrand nahezu vollständig zerstört wurde. Der Wiederaufbau war mit einer Sortimentsstraffung verbunden. Die Produktion von Tondachziegeln wurde eingestellt und die Kräfte ganz auf die Backsteinproduktion spezialisiert. Heute ist der Betrieb voll automatisiert. Die Firma stellt für die Gemeinde Fisibach einen bedeutenden wirtschaftlichen Faktor dar. Neben diesem Betrieb beherbergt Fisibach eine Autogarage sowie eine Autoreparaturwerkstatt, eine Autospenglerei und eine Autosattlerei. Ein Tiefbauunternehmen, eine Schreinerei sowie ein Malergeschäft sind weitere Unternehmen. Im Weiler Hägelen findet man ein Tierheim, in welchem Katzen und Hunde ihre «Ferien» verbringen können.

Die Dorfkapelle stammt aus dem 17. Jahrhundert. Mit Hilfe zahlreicher Spender und dank der Unterstützung der kantonalen und eidgenössischen Denkmalpflege konnte die Kapelle im Jahr 1997 innen und aussen renoviert werden. Das zierliche Altärchen ist im Rokoko-Stil und die Chorfresken sind Frühbarock.
Das Dorf kennt keinen eigentlichen Dorfkern. Die Ursache liegt im 1973 korrigierten Fisibach. So entstand die so genannte «grüne Lunge», um welche sich eine Randbebauung schloss. Innerhalb des alten Dorfteiles wurde in den letzten 30 Jahren kaum gebaut. Hingegen entstand am Sanzenberg auf Initiative der Gemeinde ein Einfamilienhaus-Quartier.

Die Schulanlage Chilewis dient den 1. und 2. Klässlern von Fisibach und Kaiserstuhl. Sie wurde im Jahr 1975 gebaut und mit einer Aussenturnanlage und einem Kindergartenspielplatz erweitert. Die Oberstufenschüler besuchen die Schule Bad Zurzach.

Besonders stolz ist die Gemeinde auf das eigene Freibad.

Fisibach ist mit dem Postauto an den öffentlichen Verkehr angeschlossen, und zwar Richtung Baden und Kaiserstuhl. In Kaiserstuhl befindet sich der S-Bahn-Anschluss nach Zürich. Den Hauptbahnhof erreicht man von dort innert 45 Minuten.

In den letzten Jahren haben vor allem Naturfreunde und Reiter Fisibach als Wohnparadies entdeckt. Gelegen im Grünen bietet es Wanderfreunden, Natur- und Tierliebhabern eine grosse Abwechslung. Die Erhaltung und Förderung des naturnahen Lebensraums ist denn auch ein Hauptziel des Gemeinderates. Mit dem «Naturnahen Fisibach» und der Bachaue im Bachsertal hat er in jüngster Zeit gleich zwei Projekte umsetzen können.

Bürgergeschlechter von Fisibach sind: Baumgartner, Burkhardt, Meier, Willi, Zimmermann

Bild
 

zur Übersicht

Druck Version
PDF